Osteopraktik Bernhard Huber

Akuter Triggerpunkt Rückenschmerz – Teufelskreis

Anfallsartige und sich hartnäckig haltende Rückenschmerzen könnten vielfach vermieden werden, wenn die Alarmsignale beachtet und Sofortmaßnahmen eingeleitet würden.

Solche Schmerzattacken kündigen sich meist lange vor diesem Ereignis an, der Patient leidet unter Bewegungseinschränkungen, dumpfem Schmerz im LWS-Bereich mit oder ohne Ausstrahlung ins Gesäß, die Beine und/oder in die Leiste, sowie häufig auch an Schlafstörungen durch Ruheschmerz.

All diese Beschwerden können sich derart verstärken, dass der Betroffene buchstäblich „zu Boden geht“, sich nicht mehr aufrecht halten kann.

Im Akutstadium wird dann oft zu Selbsthilfemaßnahmen gegriffen – Überwärmungsbäder, Schmerzmittel, Salben etc. lösen das Problem jedoch nicht. Die Konsultation eines Arztes wird also unvermeidlich, aber der Leidensweg setzt sich in vielen Fällen dennoch fort. Akutfälle werden nämlich meist mit Spritzen oder Infusionen behandelt oder die vermehrt praktizierte „Neural“-Therapie wird eingesetzt, das heißt die Schmerzpunkte werden „gequaddelt“ (= Schmerzmittel werden in Schmerzauslöser injiziert), was bei einem Großteil der Fälle zu noch heftigeren, unerträglichen Schmerzen führt. Aber auch die „Manual“-Therapie bleibt so gut wie wirkungslos, sie kann hingegen die Schmerzen ebenfalls verstärken. Dazu kommt noch die übliche Verschreibung von Schmerzmitteln in Kapsel/Tablettenform, kombiniert mit „Magentabletten“ zur besseren Veträglichkeit, die jedoch überhaupt nichts bewirken, was die Schmerzen lindern geschweige den zur Heilung führen könnte.

Vielmehr haben diese Medikamente zahlreiche Nebenwirkungen, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall etc. zur Folge. Deshalb ist davon dringend abzuraten! Besonders hingewiesen muß in diesem Zusammenhang auf die Gefahren bei der Verwendung von „Muskelentspannungsmittel“ werden. Sie führen zum Verlust der Muskelkoordination. Zudem besteht bei längerer Einnahme Suchtgefahr!

Der Fall liegt klar auf der Hand: Beim beschriebenen Beschwerdebild handelt es sich zweifelsfrei um hohe Triggerpunkt(=Muskelschmerzauslöser)-Aktivitäten, die auf sämtliche der angeführten Behandlungsmethoden höchst aggressiv reagieren, den Schmerz meist noch verstärken und den Patienten beinah verzweifeln lassen. Diese Trigger können sowohl lokal geortet werden, aber auch einen Übertragungschmerz auslösen, der oft in einer weit entfernten Körperzone zu spüren ist.

Trigger lassen sich in einem speziellen Verfahren, das dem Triggerpunkt-Therapeuten vorbehalten ist, auflösen, wodurch der Schmerz effizient beseitigt, der Teufelskreis endgültig durchbrochen und die „Altagsbeanspruchbarkeit“ des Patienten wieder erreicht wird.

Abschließend soll der Begründer der modernen Triggerpunktmedizin,
Dr.med. W. Bauermeister, zu Wort kommen:

„Jeder Arzt und Therapeut muß künftig bei Klagen seiner Patienten über Schmerzen am Bewegungs- und Stützapparat auch an Triggerpunkt- Schmerzen denken. Die meisten Schmerzen des Muskel- und Skelettsystems sind in irgend einer Form mit der Existenz von Triggern verbunden.
Bleiben sie daher beharrlich und erwarten Sie nicht von Ihrem Arzt, daß er die Triggerpunkt-Medizin sofort akzeptieren wird. Die Programmierung der Ärzte durch Studium und Facharztausbildung verhindert oft, daß sie sich für Alternativen in der Medizin öffnen.
Auf Dauer wird es allerdings schwer sein, sich der Logik der Triggerpunkt-Osteopraktik® zu verschließen“.

Quelle: Schmerzfrei durch Trigger-Osteopraktik, Dr. med. Wolfgang Bauermeister, Südwest

Autor: © 2003-2016 Bernhard Huber.  Nachdruck – auch auszugsweise - ist nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch den Verfasser gestattet.