Osteopraktik Bernhard Huber

Kniegelenksarthrose

Kniegelenksarthrose

Im Gesundheitsmagazin eines Fernsehsenders wurde jüngst das Thema „Kniegelenksarthrose“ behandelt.
In diesem Beitrag wurde u.a. auf Patienten mit beginnender Arthrose eingegangen, die bereits über Schmerzen klagten. Als konservative Behandlung wurden empfohlen: „Strom“ (Elektrotherapie), Spritzen und Bewegung.

Zu „Strom“: Elektrotherapie bringt Null.
Zu Spritzen: In Gelenke sollte nicht gespritzt werden, weil damit zu hohe Risiken verbunden sind (Mikrotraumen im Gelenk, Infektionsgefahr etc.) Dieser Überzeugung sind namhafte Fachärzte, wohlwissend, daß die Meinungen zu diesem Thema immer noch stark differieren.

Zu Bewegung: Sie ist an sich günstig, jedoch die in diesem Beitrag angewandte „Beinstreckerübung“ ist strikt abzulehnen, weil es zu weiteren Fehl- und Überbelastungen an den vorderen Kniegelenksstrukturen kommen kann. Entgegen den meisten anderen Sport- und Alltagsbewegungen erfolgt bei der „Beinstreckerübung“ die höchste Aktivierung nämlich erst am Bewegungsende. Diese Übung sollte durch die „Beinpresse“ ersetzt werden, nachdem zuvor mit isometrischen Anspannungsübungen für die das Kniegelenk umgebende Muskulatur zu trainieren begonnen wurde.

Auch das Brustschwimmen, das ebenfalls als geeignete Therapie vorgestellt wurde, ist unbedingt abzulehnen, weil es durch die Schwunggrätsche zu hohen Scherkräften im Kniegelenk („Brustschwimmerknie“) kommt. Hier wäre der Kraulstil, sofern er beherrscht wird, anzuraten.

Alles in allem hat der Patient mit beginnender Kniegelenkarthrose gute Aussichten das Problem mit relativ wenig Aufwand in den Griff zu bekommen, worauf demnächst in einer der hiefür vorgesehenen Rubriken näher eingegangen werden wird.

Autor: © 2003-2016 Bernhard Huber.  Nachdruck – auch auszugsweise - ist nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch den Verfasser gestattet.