Osteopraktik Bernhard Huber

Pseudoradikuläres HWS-Syndrom

Pseudoradikuläres (Myofasziales) HWS-Syndrom

Immer mehr Menschen leiden unter akuten oder bereits chronischen Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule.

Fehl- und Überlastungen wie z.B. bei PC-Arbeiten, viel zu langes Sitzen, häufig lange Autofahrten, bewegungsarme Lebensweise, Zwangshaltungen, aber auch immer wiederkehrende Microtraumatisierung der HWS durch forcierte, peitschenschlagartige endgradige Bewegungsausschläge und axiale Krafteinwirkung wie sie im Sport vorkommen, können zum sogenannten HWS-Syndrom führen.

Der Begriff HWS-Syndrom bedeutet keine Diagnose, er bezeichnet lediglich „Schmerzen in der Halswirbelsäule“.

Grundsätzlich werden mehrere Formen der HWS-Erkrankungen unterschieden, eine der am häufigsten vorkommenden Beschwerden ist das „Pseudoradikuläre HWS‑Syndrom“.

Beim Pseudoradikulären HWS-Syndrom bestehen die Schmerzen überwiegend im Bereich der Halswirbelsäule, die in Folge in die Schultern und weiter bis in die Arme und Hände (Finger) ausstrahlen können. Es kommt dabei sehr oft zu Gefühlsstörungen wie Kribbeln, Taubheit, Ameisenlaufen, Schweregefühle und Muskelverkrampfungen.

Diese Beschwerden werden aber nicht durch eine Kompression einer Nervenwurzel, (daher „pseudo“ radikulär), sondern sehr oft durch sogenannte aktive Triggerpunkte (=Muskelschmerzauslöser), die meist in der Nacken-, Schulter- und Schulterblattmuskulatur zu suchen sind, ausgelöst (Myofasziales Triggerpunkt‑Syndrom MTS).

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M. serratus posterior superior
Übertragungsschmerzmuster (rot) und Lage der entsprechenden Triggerpunkte (X)

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M. Infraspinatus
Triggerpunkt-Lokalisation (X) und ihr Übertragungsschmerzmuster (rot

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Diagnostik

  • Funktionsüberprüfung der HWS (Gesamt- und segmentale Beweglichkeit)
  • Neurologische Tests
  • Triggerpunkt-Diagnostik
  • Myoton – Diagnostik
  • Statikanalyse und WS-Inspektion

Bei Verdacht auf ein radikuläres Geschehen evtl. Untersuchung mittels CT oder MRT

Therapie

  • Sanfte Korrektur der Fehlstatik (Beine – Becken – Wirbel)
  • Micro-Alkalisierung – „Myofascial“
  • Micro-Therapie – Programm: „Triggerpunkte“
  • Frequenz-spezifische Therapie kombiniert mit spezieller transcutaner  elektrischer Muskel-/Nervenstimulation (sehr bewährt!)
  • Triggerpunkt-Therapie
  • Medizinische Trainingstherapie (nach Abschluß der Triggerpunkt-Therapie)

CAVE

  • Keine Infiltrationen von Lokalanästhetika in aktive Triggerpunkte! Es kommt dadurch sehr oft zu einer Verschlimmerung der Beschwerden und zu erheblichen Nebenwirkungen.
  • Keine Einnahme von muskelentspannenden Medikamenten! – Verlust der Koordination, Benommenheit und Kraftlosigkeit können die Folge davon sein. Suchtgefahr!
  • Keine chiropraktischen Behandlungen! Es könnten irreversible Schäden daraus entstehen.
  • Kein Einsatz von Bioresonanzmatten o.ä.! Erhebliche Schmerzverstärkung wahrscheinlich!

Die von vielen Ärzten immer wieder gestellten Diagnosen „Abnützungserscheinungen“ und „Wirbelverschiebungen“ werden sehr oft überbewertet. Anhand von großen Studien konnte nachgewiesen werden, dass im Röntgen, CT oder MRT aufscheinende Abnutzungserscheinungen der Bandscheiben und Wirbelgelenke nicht mit den Beschwerden der Patienten, sondern lediglich mit ihrem Alter korrelieren. Tatsächlich verantwortlich für die Schmerzen sind aktive Triggerpunkte (Muskelschmerzauslöser), denen die klassische Schulmedizin leider immer noch nicht die ihnen gebührende Bedeutung beimißt.

Der Triggerpunkt Schmerz- und Sporttherapeut kann mit einem einheitlich standardisierten Untersuchungs- und Messverfahren sowohl aktive als auch latente Triggerpunkte aufspüren und diese mit speziellen in der Triggerpunkt-Osteopraktik® (nach Dr. W.Bauermeister) angewandten Methoden effizient behandeln.

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Autor: © 2003-2016 Bernhard Huber.  Nachdruck – auch auszugsweise - ist nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch den Verfasser gestattet.