Osteopraktik Bernhard Huber

Fersensporn Behandlung – Plantarer Fersen – und Fußgewölbeschmerz

Fersensporn – Behandlung

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Der Fersensporn ist eine degenerative Erkrankung, die vorwiegend zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr auftritt und bevorzugt Übergewichtige, Hobbysportler und Personen mit unkorrigierter Fehlstellung der Füße betrifft.

“Der Plantare Fersenschmerz wird meist unter dem irreführenden Begriff des “Plantaren Fersenspornes” subsumiert und mit einer im Röntgenbild sichtbaren knöchernen Ausziehung an der Unterseite des Calcaneus erklärt, was aber aus pathogenetischer Sicht nicht richtig ist. Denn bei dem knöchernen Sporn, der am Ansatz der kurzen Flexoren und nicht in der Plantarfaszie selbst gelegen ist, handelt es sich um einen nicht krankhaften Befund. Dieser kommt in 16 Prozent der Bevölkerung vor und korreliert nicht mit dem Ausmaß der Beschwerden, sondern wird nur zufällig zusammen mit einer Plantarfasziitis sichtbar”.
“Hingegen handelt es sich bei der Plantarfasziitis, die die eigentliche Ursache für die Schmerzen darstellt, um eine Ansatztendinose der Plantarfaszie. Diese ist durch Überlastung entzündlich verändert. Sie ist gekennzeichnet durch eine im Ultraschall und im Kernspin sichtbare Verdickung der Faszie und kann bei schweren und lange bestehenden Erkrankungen Teilrupturen und ein ansatznahes Knochenödem im Calcaneus zu Folge haben. Klinisch imponiert ein zunehmend größflächiger plantarer Fersenschmerz, der sich bis in das Fußgewölbe ausdehnen kann”.                                                               Quelle: MYOFASZIALE SYNDROME & TRIGGERPUNKTE , Markus Gleitz  (Level 10)                    

Die Ursache der Fersenspornentwicklung liegt in einer erhöhten Druck- und Zugbelastung der Sehnenansätze am Fersenbein. Der Fersensporn kann durch diese permanenten Überlastungen zu einer Entzündungsreaktion im umliegenden Gewebe führen.

Man unterscheidet zwischen einem unteren und einem hinteren Fersensporn.
Als „unterer Fersensporn“ wird eine schmerzhafte knöcherne Ausziehung am Ansatz einer überbeanspruchten Sehne und der Sehnenplatte der Fußsohle bezeichnet, unter „hinterer Fersensporn“ versteht man einen schmerzhaften dornartigen, knöchernen Sporn (Verdickung) am Fersenbeinansatz der Achillessehne.

Symptome des Fersensporns

  • Belastungsabhängiger, stechender, gelegentlich auch brennender Schmerz im Bereich der Ferse
  • Je nach Erkrankungstadium kann der Schmerz erst nach längerer Belastung auftreten oder permanent vorliegen
  • Morgendlicher Einlaufschmerz, der sich im weiteren Tagesverlauf zunächst wieder bessert
  • Eine Schmerzausstrahlung in den Fuß wie auch in den Unterschenkel ist möglich
  • Die Beschwerden verschlimmern sich auf harten Böden oder beim Zurücklegen langer Strecken

Diagnose

  • Die Schmerzanamnese des Patienten gibt den entscheidenden Hinweis auf die vorliegende Erkrankung, da der Schmerz meist punktuell angegeben wird
  • Der beschriebene Schmerz lässt sich auf Druck provozieren
  • Micro-Diagnostik
  • Eventuell Röntgen, um andere Ursachen des Fersenschmerzes, wie Fremdkörper, Rheuma etc. auszuschließen

Therapie

  • Korrektur der Beinlängenunterschiede und Behebung von Beckenproblemen (ISG-Blockade, Becken- verwringung – rotation)
  • Micro-Therapie – Programme: „Fersensporn“, “Plantarfasziitis”,  “Triggerpunkte”
  • Frequenz-spezifische Therapie kombiniert mit Microschallwellen (sehr bewährt!)
  • Triggerpunkt-Behandlung (Keine MTO!) plantare Fußmuskulatur und Wadenmuskulatur
  • Zur umfassenden Therapie zusätzlich: „Spezielle Fußbäder“
  • Eventuell spezielle Schuheinlagen zur Entlastung der Ferse
  • Schonung des Fußes – Sportpause

CAVE

  • Keine Injektionen oder Infiltrationen mit Kortikosteroide und Lokalanästhetika in den schmerzenden Bereich!
  • Keine Laserzertrümmerung!
  • Keine fokussierte Stoßwellenbehandlung! Sehr schmerzhaft und führt meist nicht zum erwünschten Erfolg.
  • Keine manuelle Triggerpunktbehandlung (MTO) ! – Schmerzverstärkung und Aufkommen entzündlicher Prozesse vorprogrammiert!


Cave: Werden die Beschwerden chronisch und/oder bleiben sie unbehandelt oder falsch behandelt, kann es zu einer möglichen Therapieresistenz kommen.

 

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