Osteopraktik Bernhard Huber

Die Triggerpunkt-Behandlung und mögliche Reaktionen

Die  moderne Triggerpunkt-Behandlung kann in den einzelnen Fällen unterschiedliche – jedoch ausschließlich harmlose – Reaktionen auslösen, auf die jede(r) Patient(in) ausdrücklich hingewiesen wird.

Trotzdem kommt es immer wieder vor, daß diese aufklärenden Gespräche vor Behandlungsbeginn von manchen Patienten ganz offensichtlich nicht entsprechend zur Kenntnis genommen werden, was sehr leicht zu höchst unerfreulichen, jedoch durchaus vermeidbaren Mißverständnissen führen kann.

Während es bei einem Großteil der Patienten überhaupt zu keinen unangenehmen oder gar schmerzhaften Reaktionen kommt, klagen andere über (harmlose) Irritationsbeschwerden, auf deren mögliches Auftreten jedoch vor der Behandlung eindringlich aufmerksam gemacht wurde.
Das Ignorieren des aufklärenden Vorgesprächs durch den Patienten ist für den Therapeuten insofern belastend als der Behandlungsablauf durch diese Unwissenheit gestört werden kann.

Die Patienten sind daher gut beraten, dem Erstgespräch aufmerksam zu folgen, um für die Behandlung entsprechend gerüstet zu sein.

Manuelle Triggerpunkt-Osteopraktik (MTO)

An den behandelten Stellen verspüren die Patienten bis zu 4 Tage lang einen Berührungsschmerz, der unter Umständen sogar die eigentlichen erheblich Schmerzen überlagert. Dieser Irritationsschmerz ist  eine Reaktion auf die intensive Beanspruchung der Haut und der Muskeln.

In vielen Fällen können sich auch in den ersten Tagen nach der Behandlung die eigentlichen Muskelschmerzen verstärken, an anderen Muskelarealen können Triggerpunkte zusätzlich aktiviert werden.

Obwohl neueste Forschungsergebnisse  deutlich aufzeigen, daß manuelle Therapieverfahren, wie das Herumdrücken, Zusammenkneifen und Reiben mit Stäbchen oder den Fingern sowie das Nadeln von Triggerpunkten (Dry Needling) oder Infiltrieren von Schmerzauslösern mit Lokalanästhetika auf  Grund ihrer Ineffizienz und den folgenschweren Nebenwirkungen in der modernen Triggerpunkt-Therapie nichts mehr verloren haben, werden sie nach wie vor durchgeführt. Die Behandlung ist nicht nur äußerst schmerzhaft, sie kann auch heftige Reaktionen (Hämatome, hochintensive Schmerzverstärkung, Gewebsschädigungen etc.) verursachen, was wiederum zur Überaktivierung und Aufrechterhaltung der Schmerzauslöser führen kann, wodurch es immer schwieriger wird, die Triggerpunkte zu beseitigen oder zumindest zu beruhigen. Die Anwendung des Triggerpunkt-Schlüssels oder der Finger zur Schmerzbehandlung sollte nur in Ausnahmefällen erfolgen, da diese zur Verstärkung von Schmerzen und großflächiger Hämatombildung führen kann.
Therapeuten, die diese Behandlungsform leider noch immer anwenden, sollten ihre Patienten in jedem Fall ausführlich über deren Ablauf informieren.

Patienten sollten deshalb bei der Wahl ihres Triggerpunkt-Therapeuten sehr genau auf dessen Qualifikation achten, um sich keinen kontraproduktiven Behandlungsmethoden auszusetzen und damit eine Verschlimmerung der Beschwerden zu riskieren.


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Triggerschlüssel



Weitere äußerst fragwürdige und daher aus  Sicht des Triggerpunkt-Schmerz-Therapeuten strikt abzulehnende Methoden sind
Manuelle Fascientherapie und Selbstbehandlung,
Manipulationsmethoden, die teilweise noch immer im fatalen Irrglauben angewandt werden, damit eine Lockerung der Fascien erreichen zu können.  Das Gegenteil ist aber der Fall: Verstärkte Schmerzen werden dadurch ausgelöst und Hämatome gebildet, so kann es dadurch zu noch größeren Verhärtungen in der Muskulatur und dadurch zu agressiveren Triggerpunkt- Aktivitäten kommen.
Da sich diese Behandlungsform ausschließlich auf die Fascien (bindegewebige Hülle) beschränkt, werden die muskulären Triggerpunkte nicht behandelt, was bestenfalls nur zu Teilerfolgen führen kann, meist aber das Versagen der Therapie zur Folge hat.
Deshalb:  Hände weg von Selbstbehandlung, „Black Roll“, Tennisbällen und Ähnlichem !

Siehe auch:  Die absoluten „No goes“ in der Triggerpunkt- Schmerztherapie

 

Frequenz spezifische Therapie

Hier kann es zu Entgiftungsreaktionen kommen, denn durch die Behandlung werden „Toxine” vom Kollagengewebe freigesetzt. Das kann zu Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Abgeschlagenheit und anderen Symptomen führen. Deshalb sollten die Patienten unbedingt viel Wasser trinken und eventuell auch Antioxydantien einnehmen. Die Reaktionen sind harmlos und klingen sehr schnell(innerhalb ein paar Stunden)  wieder ab.

Durch eine Wurzelreizung hervorgerufene neuropathische Schmerzen können verstärkt werden, wenn sich durch die Behandlung die Beweglichkeit steigert. Ebenso können Arthroseschmerzen durch die gesteigerte Beweglichkeit und veränderte Belastung vorübergehend verstärkt werden.

Micro-Alkalisierung:

Während sich der Patient bei starken intrazellulären Übersäuerungen nach den ersten Behandlungen erschöpft fühlen und sich ein unangenehmes Kribbeln am ganzen Körper für mehrere Stunden bemerkbar machen kann, stellt sich mit weiteren Micro-Alkalisierungen ein Gefühl der gesteigerten Kraft und Vitalität ein.


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Bio-Mineralienwärmestimulation

Hierbei kann es zu sogenannten Erstverschlimmerungen (z.B. Hautausschlägen, Juckreiz, momentaner Schmerzverstärkung) kommen. Diese sind jedoch harmlos und als positives Zeichen zu werten – die Behandlung beginnt zu wirken.Der Organismus fängt an, alte Gift- und Krankheitsstoffe auszuscheiden. Erstverschlimmerungen sind also Begleiterscheinungen auf dem Wege zur Besserung. Es werden alte Energieblockaden gelöst, damit die Lebensenergie wieder fließen kann.


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PG-Schmerzmodul

Durch mechanischen Druck in Kombination mit einer therapeutisch wirksamen Frequenz auf die aktiven Triggerpunkte (Triggerpunktur) kann es auch hier kurzzeitig zu Schmerzverstärkungen kommen. Dies klingen aber sofort ab, sobald der aktive Schmerzpunkt anästhesiert ist (nach ca. 5 Min.).

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Alles in allem ist die Triggerpunkt-Behandlung mit ihren vielen Facetten (Ausnahme: MTO) in ihrer Gesamtheit für den Patienten kaum belastend, ihre Effizienz hingegen zeitigt erstaunlich hohe Erfolgsquoten.

Autor: © 2003-2020 Bernhard Huber.  Nachdruck – auch auszugsweise - ist nur nach ausdrücklicher schriftlicher Genehmigung durch den Verfasser gestattet.